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Familienbeiträge in der privaten im Vergleich zu der gesetzlichen Versicherung.
Dies ist ein hochkompliziertes Thema, das immer wieder zu Milchmädchenrechnungen führt und für Verwirrung sorgt.
So auch im letzten Artikel der ansonsten wirklich lesenswerten Wirtschaftswoche vom 6.3.2006, in dem davon ausgegangen wird, daß ein 40-jähriger Mann und eine 38-jährige Frau privat versichert sind. Es wird ein Vergleich zwischen den Beiträgen für private und gesetzliche Krankenkasse aufgestellt. An diesem Beispiel läßt sich sehr schön zeigen, wie eindimensional solche Vergleiche sind und wie wenig sie der Sache gerecht werden. Denn es macht natürlich keinen Sinn, sich mit 40 und einer Familie privat zu versichern, dies ist allgemein bekannt und wird in der Regel in der Beratungspraxis so gehandhabt. Meistens ist es so, daß sich Jüngere im Alter von 25 bis 35 Jahren sich für eine private Versicherung entscheiden, so daß noch vor Eintritt der Familiensituation noch einige Jahre Zeit bleiben, um schon von den Vorteilen der privaten Krankenversicherung (z.B. günstigere Beiträge nach längerer Mitgliedszeit usw.) zu profitieren.
Bei einem Vergleich von Beiträgen kann nicht nur ein Jahr, sondern es muß die gesamte Beitragszahlungsdauer eines Lebens betrachtet werden, was zugegebenermaßen recht schwierig ist, da auch die Beitragsentwicklungen mit berücksichtigt werden sollen. Ein einfaches Modell stellt erst einmal die relative Beitragsstabilität von gesetzlicher zu privater Versicherung zueinander. Dies ist selbstverständlich nicht gegeben, da die Beiträge in der gesetzlichen Versicherung in der Vergangenheit stärker gestiegen sind als in der privaten. So kommt bei einer Gesamtbetrachtung heraus, daß eine Familie in einer privaten Versicherung über die gesamte Lebenszeit wesentlich weniger zahlt als in einer gesetzlichen Kasse. Voraussetzung dafür ist allerdings, daß man sich rechtzeitig privat versichert. Bei dem oben erwähnten Beispiel des Mannes, der sich mit 40 Jahren privat versichern will, handelt es sich um einen Versicherten, der den richtigen Zeitpunkt für den Abschluß einer privaten Krankenversicherung versäumt hat.
Ebenso ist das Beispiel einer Frau, die sich privat versichern will, nicht richtig dargestellt. Es geht in dem Beispiel um eine angestellte Frau, die über der Beitragsbemessungsgrenze verdient. Den wenigsten ist bekannt, daß freiwillig versicherte Frauen in der gesetzlichen Krankenkasse auch im Erziehungsurlaub den vollen Höchstbeitrag zahlen müssen. Dieser liegt im Moment nach den durschnittlichen Beitragssätzen der gesetzlichen Krankenkassen bei ca. 540,- EUR. In diesem Fall kann auch für eine Frau ein Wechsel in die private Krankenkasse durchaus sinnvoll sein. Falls der Ehemann mit einem geringeren Einkommen für die Familie sorgen müßte, könnte die Frau jederzeit die private Versicherung beenden und sich in der Krankenversicherung ihres Mann gesetzlich mitversichern zu lassen. So könnte sie während der Zeit ihres Berufslebens von den günstigen Beiträgen profitieren und sich bei Eintritt eines finanziellen Engpasses auch wieder gesetzlich versichern.
Anbei nochmals eine Grafik über die Entwicklung der Beiträge in der Familienversicherung in der GKV (schwarz) und in der PKV (bunt)

Dies ist ein hochkompliziertes Thema, das immer wieder zu Milchmädchenrechnungen führt und für Verwirrung sorgt.
So auch im letzten Artikel der ansonsten wirklich lesenswerten Wirtschaftswoche vom 6.3.2006, in dem davon ausgegangen wird, daß ein 40-jähriger Mann und eine 38-jährige Frau privat versichert sind. Es wird ein Vergleich zwischen den Beiträgen für private und gesetzliche Krankenkasse aufgestellt. An diesem Beispiel läßt sich sehr schön zeigen, wie eindimensional solche Vergleiche sind und wie wenig sie der Sache gerecht werden. Denn es macht natürlich keinen Sinn, sich mit 40 und einer Familie privat zu versichern, dies ist allgemein bekannt und wird in der Regel in der Beratungspraxis so gehandhabt. Meistens ist es so, daß sich Jüngere im Alter von 25 bis 35 Jahren sich für eine private Versicherung entscheiden, so daß noch vor Eintritt der Familiensituation noch einige Jahre Zeit bleiben, um schon von den Vorteilen der privaten Krankenversicherung (z.B. günstigere Beiträge nach längerer Mitgliedszeit usw.) zu profitieren.
Bei einem Vergleich von Beiträgen kann nicht nur ein Jahr, sondern es muß die gesamte Beitragszahlungsdauer eines Lebens betrachtet werden, was zugegebenermaßen recht schwierig ist, da auch die Beitragsentwicklungen mit berücksichtigt werden sollen. Ein einfaches Modell stellt erst einmal die relative Beitragsstabilität von gesetzlicher zu privater Versicherung zueinander. Dies ist selbstverständlich nicht gegeben, da die Beiträge in der gesetzlichen Versicherung in der Vergangenheit stärker gestiegen sind als in der privaten. So kommt bei einer Gesamtbetrachtung heraus, daß eine Familie in einer privaten Versicherung über die gesamte Lebenszeit wesentlich weniger zahlt als in einer gesetzlichen Kasse. Voraussetzung dafür ist allerdings, daß man sich rechtzeitig privat versichert. Bei dem oben erwähnten Beispiel des Mannes, der sich mit 40 Jahren privat versichern will, handelt es sich um einen Versicherten, der den richtigen Zeitpunkt für den Abschluß einer privaten Krankenversicherung versäumt hat.
Ebenso ist das Beispiel einer Frau, die sich privat versichern will, nicht richtig dargestellt. Es geht in dem Beispiel um eine angestellte Frau, die über der Beitragsbemessungsgrenze verdient. Den wenigsten ist bekannt, daß freiwillig versicherte Frauen in der gesetzlichen Krankenkasse auch im Erziehungsurlaub den vollen Höchstbeitrag zahlen müssen. Dieser liegt im Moment nach den durschnittlichen Beitragssätzen der gesetzlichen Krankenkassen bei ca. 540,- EUR. In diesem Fall kann auch für eine Frau ein Wechsel in die private Krankenkasse durchaus sinnvoll sein. Falls der Ehemann mit einem geringeren Einkommen für die Familie sorgen müßte, könnte die Frau jederzeit die private Versicherung beenden und sich in der Krankenversicherung ihres Mann gesetzlich mitversichern zu lassen. So könnte sie während der Zeit ihres Berufslebens von den günstigen Beiträgen profitieren und sich bei Eintritt eines finanziellen Engpasses auch wieder gesetzlich versichern.
Anbei nochmals eine Grafik über die Entwicklung der Beiträge in der Familienversicherung in der GKV (schwarz) und in der PKV (bunt)
