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Berufsunfähigkeits - Vergleichsrechner
Vergleichsrechner


Es gibt in der Regel zwei Typen der Berufsunfähigkeitsversicherung Rente, die häufig abgeschlossen werden:

eine sogenannte eigenständige BU-Versicherung und eine Berufsunfähigkeits-Zusatzversicherung (BUZ), die mit einer Risiko-Lebensversicherung gekoppelt ist.
Welcher Tarif für Sie in Frage kommt, ist individuell zu klären. Sinnvoll ist in jedem Fall ein BU Vergleich, dabei sollten jedoch vor allem die Konditionen der verschiedenen Anbieter nicht außer Acht gelassen werden. In jedem Falle sollte ein Vergleich der eigenständigen BU-Versicherung (zzgl. Risiko-Versicherung) mit einer kombinierten Risiko-Versicherung (inkl. BUZ) stattfinden um den für Sie günstigsten Tarif herauszufinden.

Gesetzliche Berufsunfähigkeit, was können Sie bei Berufsunfähigkeit vom Staat erwarten?

Seit dem 01.01.2001 gibt es keine Berufsunfähigkeitsrente mehr; es wird nur noch die sog. Erwerbsminderungsrente gezahlt; entweder als Vollrente (bei einer Erwerbstätigkeit von täglich weniger als drei Stunden) oder als hälftige Teilrente (bei einer täglichen Erwerbsfähigkeit von 3 bis unter 6 Stunden).

Damit erhalten nur noch Versicherte, die weniger als 3 Stunden täglich erwerbstätig sein können, die volle Erwerbsminderungsrente. Die Höhe dieser Rente liegt bei 60 Prozent der Altersrente, die der Invalide bekommen würde, wenn er bis zum 57. Lebensjahr gearbeitet und Rentenversicherungsbeiträge entsprechend seinem aktuellen Einkommen gezahlt hätte.

Versicherte, die 6 Stunden und mehr täglich erwerbstätig sein können, erhalten keine Erwerbsminderungsrente!
Es kann vorkommen, daß der Betroffene dazu verpflichtet wird, in einem anderen Beruf zu arbeiten. Der bisherige berufliche Status des Versicherten spielt bei dieser Regelung keine Rolle mehr; so kann er auch bei erheblichen finanziellen Einbußen auf alle möglichen Tätigkeiten verwiesen werden, die auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. So kann diese Regelung für den Betroffenen zu einem rapiden beruflichen und finanziellen Abstieg führen. Vor allem bei Spitzenverdienern ist die Versorgungslücke sehr groß, da sie nur bis zur Beitragsbemessungsgrenze Beiträge zahlen, und die gesetzlichen Ansprüche daraus berechnet werden.

Versicherte, die zwischen 3 und 6 Stunden täglich erwerbstätig sein können, bekommen eine BU-Rente, die ca. bei 25-30 Prozent des Nettoeinkommens liegt.

Ältere Versicherte genießen sog. Vertrauensschutz, weil sie kaum die Möglichkeit haben, noch eine private Alterssicherung und Berufsunfähigkeitsversicherung bezahlbaren Prämien aufzubauen. Dies gilt für die, deren Renten vor dem 01.01.2001 begonnen haben. Für sie gilt das derzeitige Recht weiter.

Trotzdem gibt es auch hier erhebliche Kürzungen, denn die bisherige Berufsunfähigkeitsrente lag um ca. 40% höher als die halbe neue Erwerbsunfähigkeitsrente.

Wer seine Rente jetzt vor dem 60. Lebensjahr beginnt, dem wird ein Abschlag von bis zu 10,8 Prozent abgezogen. Dieser Abschlag wird so berechnet, daß für jeden Kalendermonat zwischen Rentenbeginn und 63. Lebensjahr von der Rente 0,3 Prozent (insgesamt maximal um 10,8 Prozent) abgezogen werden.

Seit dem 01.01.2001 werden als Erwerbsminderungsrente nur noch 50% einer Vollrente (früher 60%) gezahlt. Für alle nach dem 01.01.1961 Geborenen gibt es diese Rente nicht mehr; sie müssen sich selbst versichern!
Zudem werden Renten wegen Erwerbsminderung zeitlich befristet - längstens bis zur Vollendung des 65. Lebensjahres - gezahlt. Die Rentenhöhe entspricht ca. 50-55% des Nettoeinkommens.

Für Versicherte, die vor dem 01.01.1961 geboren sind, existiert eine Übergangslösung. Für diese Gruppe gilt bei Feststellung des sog. "Restleistungsvermögens", daß der bisher ausgeübte oder ein vergleichbarer Beruf berücksichtigt werden muß (im Gegensatz zu denen, die später geboren sind).

Aber auch hier gibt es Einschränkungen. Verkürzt ausgedrückt bedeutet Berufsunfähigkeit, dass der bisherige versicherungspflichtige Beruf wegen Krankheit oder Behinderung im Vergleich zu einem ähnlichen ausgebildeten Gesunden nur noch weniger als 6 Stunden täglich ausgeübt werden kann. Vor der Rentengewährung wird allerdings geprüft, ob die gesundheitliche Leistungsfähigkeit sowie die fachlichen Kenntnisse und Fähigkeiten ausreichen, eine zumutbare andere Tätigkeit (sog. Verweisungstätigkeit) mindestens 6 Stunden täglich zu verrichten. "Zumutbar" ist eine Tätigkeit, wenn sie gegenüber dem bisherigen versicherungspflichtigen Beruf nur geringfügig niedrigere berufliche Anforderungen stellt (sog. Berufsschutz). Eine Tätigkeit, für die im Rahmen einer beruflichen Rehabilitation eine Ausbildung oder Umschulung absolviert wurde, ist stets "zumutbar".

Aber selbst hier entstehen erhebliche finanzielle Kürzungen. Die Rente wird nur noch in der Höhe der halben Erwerbsminderungsrente gezahlt. Bislang waren es immerhin noch ca. 66%!

Seit dem 01.01.2001 können auch Selbständige eine Vollrente wegen Erwerbsminderung erhalten. Bisher konnten nur Berufsunfähigkeitsrenten beantragt werden. Selbständige, die bisher keinen Anspruch auf Rente wegen Erwerbsunfähigkeit hatten, könnten nun dafür in Betracht kommen. Betroffenen sollten sich aus diesem Grund umgehend von ihrem zuständigen Rentenversicherungsträger oder einem öffentlich zugelassenen Rentenberater beraten lassen

Darüber hinaus sind auch große Witwen- und Witwerrenten aufgrund einer Erwerbsminderung betroffen.

Reform der Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit

Nachfolgend die Änderungen der gesetzlichen Leistungen bei Erwerbs- und Berufsunfähigkeit. Seit dem 1. Januar 2001 gilt:

Die bisherige Berufs- und Erwerbsunfähigkeitsrente wird durch eine zweistufige, als "voll" und "halb" bezeichnete Erwerbsminderungsrente ersetzt.
Verbleibende tägliche Erwerbsmöglichkeit unter den Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes Erwerbsminderung Rentenanspruch
6 Stunden und länger täglich arbeitsfähig: keine Erwerbsminderung - keine Rente
zwischen 3 und bis zu 6 Stunden täglich arbeitsfähig: teilweise Erwerbsminderung - halbe Rente
unter 3 Stunden täglich: volle Erwerbsminderung - volle Rente

Private Berufsunfähigkeits Versicherung - was ist zu beachten? Die richtige Höhe der Rente bei Vertragsabschluß ermitteln.

Für den Abschluß einer BU-Versicherung sollten Sie auf alle Fälle Ihren persönlichen Lebensstandard mit in die Überlegungen einbeziehen. Sie sollten eine Aufstellung der voraussichtlichen Einnahmen und Ausgaben machen, die im Falle einer Berufsunfähigkeit relevant wären. Auch evtl. erhöhte Ausgaben für Behandlung von Krankheitssymptomen sollten hier in Betracht gezogen werden.

Am sinnvollsten für eine Bedarfsermittlung ist, wenn Sie vom aktuellen Stand Ihres Einkommens ausgehen und für den Fall einer Berufsunfähigkeit vom ungünstigsten Fall ausgehen. Im schlimmsten Fall können Sie nicht einmal mehr im Haushalt etwas tun; was zusätzliche Kosten mit sich brächte.

Verweisung in der Privaten Berufsunfähigkeit

Viele Versicherer erkennen als Berufsunfähigkeit an, wenn ein Versicherter nicht mehr in seinem Beruf arbeiten kann. Es gibt jedoch auch einige Gesellschaften, die die Rentenzahlung ablehnen und auf andere Berufe verweisen, die der Kunde zur Einkommenserzielung ausüben könnte. Bei einer Verweisung muß der Versicherer seinen Vorschlag schriftlich ausführlich und gut begründen; allerdings ist er natürlich nicht dafür zuständig, dem Betroffenen einen Arbeitsplatz zu vermitteln.

In so einem Fall sollte der Versicherte gegen den Vorschlag Widerspruch einlegen und ggf. auch vor Gericht ziehen. Leider ist diese Praxis häufig unvermeidlich.

Versicherbare Leistungen in der Privaten Berufsunfähigkeit

Es gibt zwei Punkte, die bei Abschluß einer Berufsunfähigkeitsversicherung unbedingt im Vertrag berücksichtigt werden sollten:

die Beitragsfreistellung für die Risikolebensversicherung bei Berufsunfähigkeit und
die Zahlung einer BU-Rente.
In diesem Fall besteht der Todesfallschutz dann nämlich fort, ohne daß der Kunde dafür Prämien zahlt. Sollte der berufsunfähige Versorger sterben, erhalten die Hinterbliebenen eine Rente.

Die Höhe der BU-Rente wird bei Vertragsabschluß individuell festgesetzt und im Falle der Berufsunfähigkeit gezahlt.

Antragsfragen

Bei Anträgen auf Lebens-, Renten- und Krankenversicherungen werden üblicherweise nur die hauseigenen Formulare vom jeweiligen Versicherer akzeptiert.

Es ist wichtig für Ihren Versicherungsschutz, alle Angaben, die vom Versicherer gefordert werden korrekt und vollständig zu machen. Sind diese Angaben falsch oder nicht vollständig, kann der Versicherer im Falle einer Berufsunfähigkeit vom Vertrag zurücktreten.

Die wichtigsten Fragen im Antrag sind diesem Fall die Gesundheitsfragen. Dies ist vergleichbar mit den Gesundheitsfragen bei der PKV Krankenversicherung. So entsteht dem Versicherer kein Schaden, wenn Sie aus Versehen eine falsche Postleitzahl angeben - wohl aber, wenn Sie wesentliche Fragen zu Ihrer Gesundheit nicht oder nur unvollständig beantwortet haben.

Mit Beantwortung der Gesundheitsfragen soll der Kunde über bereits zurückliegende Krankheiten, Krankenhausaufenthalte oder ambulante Behandlungen Auskunft geben. Da der Kunde sich an alle Krankheiten erinnern muß, die er seit seiner Geburt hatte, ist dies so gut wie unmöglich. Am besten man läßt sich von seinem Hausarzt, die in der Kartei registrierten Krankheiten der letzten Jahre zusammenstellen.

Aus diesem Grund spielt bei Antragstellung der Zeitraum, auf den sich die Beantwortung der Antragsfragen bezieht, eine wichtige Rolle.
Der allgemein übliche und angemessene Zeitraum für stationäre Behandlungen liegt bei max. 10 Jahren, für ambulante Behandlungen bei einem Arzt bei max. 5 Jahren.

Bitte beachten Sie, den Antrag sehr sorgfältig auszufüllen und die Fragen umfassend zu beantworten. Leider gibt es Vermittler, die Kunden sogar davon abhalten, alle Gesundheitsfragen korrekt zu beantworten, damit es zu einem Vertragsabschluß kommt und der Vermittler die Provision erhält. Sie riskieren bei unvollständiger Beantwortung der Fragen Ihren Versicherungsschutz, da der Versicherer bei Eintritt der Berufsunfähigkeit die Angaben, die bei Antragsstellung gemacht wurden, nochmals überprüft. Geht die Berufsunfähigkeit auf Angaben, die verschwiegen wurden, zurück, so kann der Versicherer keine Leistungen erbringen und Sie haben umsonst Beiträge bezahlt.

Daher: glauben Sie keinem Vermittler, der Ihnen vormachen will, die und die Frage bei den Gesundheitsfragen sei nicht wichtig. Schließlich wollen Sie eine Versicherung abschließen, die im Schadensfall auch eintritt und nicht selbst der Geschädigte sein. Es ist schwer, nachzuweisen, daß der Vermittler die Schuld an den unvollständigen Angaben im Vertrag trägt.

Einige Versicherer erlassen ihren Kunden auch bestimmte Gesundheitsfragen unter der Auflage, daß Sie bestimmte ärztliche Untersuchungen durchführen lassen.

Da auch bei einer äußerst gewissenhaften und sorgfältigsten Beantwortung aller Fragen Unsicherheiten bleiben können, sollten Sie dem Antrag folgende Erklärung beifügen:

Rücktrittsfrist

Die Rücktrittsfrist einer Gesellschaft kann zwischen drei und zehn Jahre betragen. Bis zu fünf Jahre sind angemessen und geben mehr Sicherheit. Denn auch bei sorgfältigster Beantwortung aller Gesundheitsfragen können Fehler unterlaufen, die später vielleicht zum Verhängnis werden. Wenn die ausgewählte Gesellschaft mit maximal fünf Jahren auskommt, sind Sie auf dem richtigen Weg. Bei falschen Angaben im Antragsformular kann der Versicherer aber auch später noch wegen arglistiger Täuschung vom Vertrag zurücktreten.

Eine wichtige Klausel in einem Versicherungsvertrag bei einer BU-Versicherung ist der Verzicht auf die Anwendung des Paragraphen 41 VVG (Versicherungsvertragsgesetz). Versicherer, die diesen Paragraphen verwenden, können die Beiträge anheben oder sogar den Vertrag kündigen, wenn ein Kunde - obwohl ihm kein Verschulden nachgewiesen werden kann - im Antrag falsche oder unzureichende Angaben macht.

Ein Kunde könnte bei Vertragsabschluss HIV-positiv sein, ohne es zu wissen. Wenn allerdings sein Arzt bereits darüber informiert war, kann es zu erheblichen Problemen kommen.

Der Beruf entscheidet

In der BU-Versicherung hängt natürlich alles davon ab, welchen Beruf Sie ausüben. Höher qualifizierte Berufe werden entsprechend höher entlohnt; bei Eintritt von Berufsunfähigkeit verliert jemand mit höherem Einkommen auch mehr Geld, daher sollte man sich dementsprechend gegen Berufsunfähigkeit versichern.

Das Risiko einer Berufsunfähigkeit hängt vom ausgeübten Beruf ab. Es ist statistisch nachgewiesen, daß das Risiko, berufsunfähig zu werden, in der Regel mit höherer Qualifikation sinkt. Daher bekommen Akademiker in der BU-Versicherung im Verhältnis mehr für ihr Geld als Angehörige von handwerklichen oder kaufmännischen Berufent. Umgekehrt zahlen sie für die gleiche Leistung bedeutend weniger.

Aus diesem Grund gibt es eine Einteilung in Berufs- oder Risikogruppen, nach denen der Beitrag für eine Absicherung festgelegt. Es gibt Versicherer, die ihre Kunden nach bis zu 300 Berufen in unterschiedliche Beitragskategorien einstufen. Es gibt keine einheitliche Klassifizierung der Berufsgruppen; diese ist vom Versicherer abhängig, es gibt jedoch ein Grundschema, das der Einteilung in Risikogruppen zugrunde liegt::

1 Gut: Wissenschaftler und Akademiker (Rechtsanwälte, Steuerberater, Ärzte, Wirtschaftsprüfer)
2 Normal: Personen, die überwiegend kaufmännischen Berufen nachgehen (Bank- und Versicherungskaufleute, Sachbearbeiter allgemein, Bürokräfte, Buchhalter
3 Erhöht: Personen, die überwiegend handwerklichen Berufen nachgehen und manuelle bzw. leichte körperliche Tätigkeiten ohne besondere Unfallgefährdung verrichten (Verkäufer, Feinmechaniker, Laborassistenten)
4 Schwer: Personen, die schwere körperliche Tätigkeiten verrichten oder hohen Unfallgefahren ausgesetzt sind (Dachdecker, Tischler, Fliesenleger, Friseure)

Die Karenzzeit

Der Beitrag zur BU-Versicherung kann um 10 bis 15 Prozent reduziert werden, wenn der Versicherte in der Lage ist, bei Bedarf eine bestimmte Zeitspanne finanziell zu überbrücken, weil er dann erst nach sechs Monaten oder einem Jahr auf die BU-Rente angewiesen wäre. Die Möglichkeit dazu bietet die sog. "Karenzzeit". Es wird ein bestimmter Zeitraum ab Eintreten der Berufsunfähigkeit vereinbart, nach dessen Verstreichen der Versicherer dann die Leistung erbringt.

So kann beispielsweise ein etwaiges Krankentagegeld helfen, diese Zeit zu überbrücken. Meist sind die Karenzzeiten für das Krankentagegeld auf 6 Wochen begrenzt, weil dann ein finanzieller Verlust durch Wegfall der Lohnfortzahlung des Arbeitgebers einsetzt.

Achtung: Lange Karenzzeiten bergen das Risiko in sich, daß der Versicherte nach Eintritt der Erwerbsunfähigkeit während der Karenzzeit erholt und daher keine Leistung erhält, jedoch trotzdem seinen Job verloren hat. Zudem müssen die Beiträge für die Risikolebens- (zzgl. Berufsunfähigkeitsversicherung) in der Karenzzeit weitergezahlt werden.

Welche Leistungsvoraussetzungen sollen für den Versicherungsvertrag gelten? Wann ist man berufsunfähig?

Das hängt jeweils von den Versicherungsbedingungen (AVB's) der Gesellschaft ab. Diese sollten Sie unbedingt vor Vertragsabschluß sorgfältig durchlesen und mit den AVB's anderer Gesellschaften vergleichen. Von den AVB's hängt z.B. ab, ab welchem Grad der Beeinträchtigung ("Invalidität") Sie eine Leistung beanspruchen können.
Bei einer Staffelregelung erhält eine im Fachjargon "butzige" Person beispielsweise bereits bei einer Berufsunfähigkeit von 25% eine Teilrente. Die volle Rente wird z.B. jedoch erst ab 75% fällig.

Diese Variante ist besonders für Berufsunfähigkeit infolge schleichender Krankheiten geeignet. In einem solchen Fall muß der Kunde der Versicherungsgesellschaft immer die jeweilige Verschlechterung seines Krankheitszustandes anzeigen. Hierbei kann es allerdings zu Streitigkeiten mit dem Versicherer kommen, wenn dieser die Auffassung des Kunden über seinen Gesundheitszustand nicht teilt.

Aus diesem Grund gibt es alternativ die Möglichkeit einer Pauschalregelung. Hier leistet die Gesellschaft die volle Rente, wenn der Kunde zu mindestens 50 Prozent berufsunfähig ist. Dann könnte er noch maximal halbtags in seinem Beruf arbeiten. Manche Gessellschaften beziehen die 50 Prozent auch auf das Einkommen, das mit der Berufsunfähigkeit noch verdient werden kann.
Dazu sollten Sie den Versicherungsfachmann fragen und ihn die für Sie günstigsten Bedingungen heraussuchen lassen. Erwähnenswert ist auch die Individualvereinbarung, mit der Sie gemeinsam mit einem Experten individuell auf Sie zugeschnittene Konditionen mit dem Versicherer vereinbaren können.

Versicherungsvertrag

Die Berufsunfähigkeitsversicherung wird in der Regel meist in Verbindung mit einer Risiko-Lebensversicherung abgeschlossen. Sie wird dann als Berufsunfähigkeitszusatzversicherung (BUZ) an die Risiko-Lebensversicherung gekoppelt.

Es ist von Ihrer persönlichen Lebenssituation abhängig, ob für Sie die Absicherung einer Risiko-Lebensversicherung sinnvoll ist. Für die Absicherung von Angehörigen wird meist ein günstiger Todesfallschutz mit angeboten. Auch junge Menschen wie Berufsanfänger und Studenten, die aufgrund ihres Eintrittsalters nur niedrige Beiträge bezahlen müssen,sollten eine BU-Versicherung in Verbindung mit einer Risko-Lebensversicherung abschließen. Wenn Sie dann später eine Familie gründen, dann haben sie bereits eine Risiko-Lebensversicherung zu günstigen Beiträgen. Das Risiko einer BU ist in so jungen Jahren noch sehr gering, aus diesem Grund sind die Beiträge günstig. Daher ist eine BU-Versicherung auch für junge Menschen sehr zu empfehlen, da zum einen die Beiträge sehr günstig sind, zum anderen bei Eintritt einer BU in der Regel noch nicht genügend Rücklagen gebildet werden konnten um evtl. Einbußen finanzieller Art abzufedern.

Die Versicherungen laufen meist aus, wenn der Kunde 60 Jahre alt geworden ist. Bis zu diesem Zeitpunkt zahlt er Beiträge. Bei Berufsunfähigkeit hätte er bis zu diesem Zeitpunkt jeden Monat seine BU-Rente vom Versicherer erhalten.

Änderung der Lebensumstände

Häufig kommt vor, daß sich die Lebensumstände eines Versicherten drastisch ändern, so daß der Versicherungsschutz nicht mehr ausreichend ist. Dies ist vor allem bei Heirat/Geburt von Kindern/Berufswechsel der Fall. Beispiel: ein junger Student, Junggeselle, hat einen Vertrag für 900 EUR monatliche Privatrente abgeschlossen. Studium wird erfolgreich beendet, er trifft eine Frau, die er heiratet und mit der er drei Kinder bekommt.
Wird er zu diesem Zeitpunkt berufsunfähig, ohne eine weitere Absicherung zu haben, dann ist die gesetzliche BU-Rente nur noch marginal und die zusätzlichen 900 EUR helfen seiner Frau und den drei Kindern auch nicht wirklich weiter. Es gibt evtl. die Möglichkeit beim bisherigen Anbieter den Versicherungsschutz aufzustocken und die BU-Rente so entsprechend zu erhöhen. Der Versicherer hat jedoch das Recht, eine erneute Gesundheitsprüfung zu fordern, bei der alle Fragen entsprechend beantwortet werden müssen. Ebenso kann auch die Rücktrittsfrist von manchmal bis zu zehn Jahren erneut angesetzt werden, oder der Versicherer kann, wenn zwischenzeitlich Erkrankungen festgestellt wurden, einen Risikozuschlag verlangen bzw. eine Vertragsänderung ganz ablehnen.

Es bietet sich an, sich in so einem Fall umfassend von einem Fachmann beraten zu lassen und auch Angebote von anderen Versicherungsunternehmen einzuholen. Es ist sinnvoll, den alten Vertrag mit den günstigen Beiträgen zu behalten und einen zusätzlichen für eine weitere Absicherung abzuschließen.

Es gibt inzwischen auch variable Angebote von vielen Gesellschaften, die Verträge anbieten, die von vornherein Veränderungen der Lebensumstände berücksichtigen. Diese nennen sich "Lebensphasenmodelle", die dem Kunden ermöglichen, die BU-Rente später ohne Gesundheitsprüfung zu erhöhen oder die Vertragslaufzeit zu verlängern.

Steuerpflichtigkeit der Berufsunfähigkeitsrente

Wird die BU-Rente fällig und ausgezahlt, ist sie mit ihrem Ertragsanteil steuerpflichtig. Die genauen Sätze können Sie beim Steuerberater erfragen.

Berufsunfähigkeitsrente für Selbständige

Wenn ein Selbständiger eine BU-Rente beantragt, dann prüfen die Gesellschaften immer, ob eine Firma nicht so umstrukturiert werden kann, daß der Unternehmer wieder Verdienste erzielt. Allerdings muß diese Veränderung wirtschaftlich sinnvoll und zumutbar sein und unter dem Strich dazu führen, dass der Unternehmer davon leben kann. Unzumutbar und somit auch unzulässig ist, wenn der Kunde jemanden zusätzlich einstellen muß und somit die Existenz nicht mehr gesichert ist.

Häufig läßt sich die fehlende Arbeitskraft nicht ersetzen, weil der Unternehmer mit seiner Arbeitskraft unersetzlich ist bzw. er für diesen Preis kein qualifiziertes Personal findet. In diesem Fall ist eine BU-Versicherung über das Einkommen sinnvoll und anzuraten.



 
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